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Viele Fragen stellen unsere Partner und Kunden häufiger. Eine große Anzahl an Fragen und Antworten haben wir in unserer Rubrik Frequently Asked Questions gesammelt


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Greylisting - Wikipedia Erklärung

Greylisting wird gerne als "neueste Waffe" gegen Spammer angepriesen. Und die Wirksamkeit ist derzeit auch wirklich nicht schlecht, auch wenn die Spammer sich früher oder später darauf einstellen werden.

Daher bietet sich die Kombination zwischen Greylisting und öffentlichen Blacklists an, was bei uns mit spamhaus org blacklist und check ist:

Greylisting für die schnell wechselnden Absender, Blacklisting für die dauerhaften Absender.

Funktionsweise
Mit Greylisting wird ein Grundprinzip vieler Spammer - aber auch vieler Viren - durchbrochen: In möglichst kurzer Zeit möglichst viele E-Mails versenden.

Greylisting bedient sich dem Umstand, dass E-Mails bei Übertragungsfehlern nicht sofort als "unzustellbar" zurückgeliefert werden, sondern der Transfer grundsätzlich mehrfach versucht wird.

Viele Versender von Massen-E-Mails probieren die Zustellung dagegen nur ein einziges Mal. Wird nun der erste Übertragungsversuch künstlich durch einen temporären 400er-Fehler geblockt, dann geben diese aus Zeitgründen sofort auf. Reguläre Mails von seriösen Absendern, auch Newsletter und ähnliche, werden über einen nachfolgenden Transferversuch trotzdem verlässlich zugestellt.

Das Verfahren bietet viele Vorteile:
   weniger Spam, der von nachfolgenden Filtern verarbeitet werden muss
   blockt ausschließlich Werbemails, Viren, Würmer und Trojaner
   keine "false positives" durch den Greylisting-Filter
   normale Mails werden nicht abgewehrt und gehen nicht verloren


Technisch werden vom Greylisting-Filter drei Parameter in einer Datenbank gespeichert:
   Absenderadresse
   Empfänger-Adresse oder Empfänger-Domain
   IP-Adresse des sendenden E-Mail-Servers


Zusätzlich werden noch Informationen über die Gültigkeitsdauer jedes Eintrags in der Datenbank hinterlegt, denn bei unbegrenzter Gültigkeit jedes Eintrags wäre die Datenbank sehr schnell überfüllt.

Es empfehlen sich daher folgende Einschränkungen:

Einträge sollten grundsätzlich nur beispielsweise 35 Tage gültig sein, sie müssen sich aber bei jedem erneuten "Treffer" wieder verlängern. So wird sichergestellt, dass veraltete Einträge aus der Datenbank bereinigt werden, regelmäßige Kontakte aber dauerhaft in der Datenbank bestehen bleiben.
Wird eine Zustellung nicht innerhalb von 12 Stunden erneut versucht, sollte der Eintrag ebenfalls wieder aus der Datenbank entfernt werden.
Der erneute Zustellversuch sollte erst nach frühestens 3-5 Minuten zugelassen werden, damit ein "Dauerfeuer" von Spams nicht die Greylisting-Barriere überwinden kann.

Probleme
Eine kleine Schattenseite soll nicht verschwiegen werden: Bei der ersten E-Mail von einer unbekannten Adresse entsteht durch das Greylisting eine Zustellverzögerung von typischerweise 15 Minuten. Spätere Mails von einmal als "seriös" erkannten Absender-Adressen werden aber nicht mehr erneut geprüft, so dass beim regelmäßigen E-Mail-Verkehr keine Verzögerungen oder andere negative Auswirkungen auftreten.

Mit nicht RFC-konformen Mailserver könnte es ebenfalls Probleme geben: Womöglich reagieren diese Server bei temporären Fehlern während der Übertragung (wie sie Greylisting provoziert) mit dem Abbruch des Transfers und der sofortigen Rücksendung der E-Mail als "unzustellbar" an den Absender. In solchen Fällen empfiehlt es sich, eine Whitelist für diese Problem-Server zu führen - auch wenn hier eigentlich der Betreiber des sendenden E-Mail-Servers seine Fehl-Konfiguration beheben sollte.

Bei abgehenden E-Mails darf der Greylisting-Filter natürlich nicht greifen: Das sendende E-Mail-Programm am Arbeitsplatz würde die eigenen Benutzer mit Fehlermeldungen nerven. Schlaue Greylisting-Filter tragen die Absender-Empfänger-Kombination gleich als "berechtigt" in die Filterdatenbank ein, damit Antworten auf eigene E-Mails sofort verzögerungsfrei zugestellt werden. Dass dabei die IP des rücksendenden E-Mail-Servers noch nicht bekannt ist, muss vom Filter aber entsprechend berücksichtigt werden.

Praxiserfahrungen
Manche Spammer beschießen den Mailserver oft im 3-Sekunden-Takt mit Massenmails, bis sie endlich durchgelassen werden. Hier empfiehlt sich eine Art automatische Blacklist, die solche Versender z.B. über die Firewall für einige Zeit komplett blockt. Ein Ablehnen dieser Absender mit einem 500er-Fehler ist nicht empfehlenswert, da Dienste wie Mailinglisten etc. zum Teil mit ziemlicher Aggressivität versuchen ihre Warteschlangen (z.B. nach einer Downtime des eigenen Mailservers) zu entleeren.